Neues aus Oberreichenbach: Gemeinde Oberreichenbach

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Prinzip des neuen Haushalts erläutert

Artikel vom 07.11.2016

Albstadts stv. Kämmerin Michaela Wild erläuterte dem Gemeinderat die künftige Doppik des Haushalts, für den der Oberreichenbacher Amtskollege Daniel Merkle bereits stattliche Vorarbeit leistete.

Von Steffi Stocker

Das neue, ab 2020 greifende kommunale Haushaltsrecht für Gemeinden ist nicht unumstritten. In Oberreichenbach startet das Zeitalter der so genannten Doppik bereits im kommenden Jahr. Deren Grundzüge waren deshalb jüngst Thema im Gemeinderat.

„Es wird nicht mehr in der Kasse sein, aber wir erhalten mehr Transparenz und Ehrlichkeit“, stellte Michaela Wild in Aussicht. Die stellvertretende Kämmerin von Albstadt war an der Gesetzgebung für das „Neue Kommunale Haushaltsrecht“ NKHR beteiligt und beschäftigt sich, eigenen Worten zufolge, seit zehn Jahren mit dem Thema. Ziel sei die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit auch in Verantwortung nachfolgender Generationen, die so genannte „Intergenerative Gerechtigkeit“. „Jede Generation darf nur so viel verbrauchen, wie sie auch leisten kann“, führte sie zum Leitsatz des NKHR aus.

Deshalb bewerte künftig ein Konzept den Verbrauch und das Aufkommen von Ressourcen. Soll beispielsweise heißen, dass im Haushalt auch bestehende gemeindeeigene Gebäude aufgeführt sind, ähnlich der kaufmännischen Buchführung. Oberreichenbachs Kämmerer Daniel Merkle hat in den vergangenen eineinhalb Jahren zusammen mit seinem Team die Inventur bestritten. Denn der Werteverzehr und Abschreibungen, beispielsweise auch eines Feuerwehrfahrzeuges werden den künftigen Haushalt ebenfalls begleiten.

Gleichzeitig würden die Leistungen der Verwaltung als Produkte dargestellt und damit messbar gemacht, erläuterte Wild. Die kommunale Bilanz stellt künftig die Bestände, das Vermögen und die Schulden dar. Nicht mehr nur der reine Geldverbrauch ist dann maßgeblich. Vielmehr wird aus dem kommunalen Haushalt ein Konzept des Ressourcenverbrauchs. Natürlich werden neue Begriffe verwendet und Kennzahlen für die Produktgruppen eingesetzt, so die Albstädter Kämmerin. Doch sei das NKHR nach intensiver Beschäftigung genauso zu verstehen wie der bisherige Haushalt. „Der größte Mehrwert ergibt sich aus der Definierung von Zielen, bei denen bürgerschaftliches Engagement und Leitbilder im Haushalt dokumentiert werden und die Orientierung für den Gemeinderat bilden“, stellte Wild eine neue Dimension und damit auch Steuerungssystem in Aussicht.