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Vorstellung ForstBW Revier 4 - Kleinenztal

Artikel vom 22.04.2020

Das Revier Kleinenztal, das sich zwischen Würzbach und der Großen Enz, zwischen Calmbach und Meistern erstreckt, ist ein typisches Forstrevier des Nordschwarzwaldes.

Während die östlich der Kleinen Enz gelegenen Waldbestände stark von den Baumarten Tanne und Kiefer geprägt sind, liegt im Bereich westlich der Kleinen Enz auf dem Meistern der Schwerpunkt bei der Baumart Fichte. Immer noch ist die Fichte eine wichtige Baumart für ForstBW, doch sie verliert zunehmend an Bedeutung. Der Klimawandel, ihre Anfälligkeit für Schädlinge und Stürme haben ihren Anteil in den Wäldern von ForstBW von über 42% im Jahr 1987 auf 34% im Jahr 2012 verringert – Tendenz weiter fallend. Die Fichte wird auch in zukünftigen Wäldern eine bedeutende Rolle spielen, allerdings nicht als flächig dominierende Baumart wie in den letzten Jahrzehnten, sondern als eine Baumart im Zusammenspiel mit anderen Baumarten einer klimastabilen Mischwaldgesellschaft auf für sie geeigneten Standorten.

Während die Fichte sich schnell und reichlich verjüngt, tun sich andere Baumarten deutlich schwerer:

Einen großen Anteil am Überleben oder Sterben von jungen Waldbäumen hat das Wild. Weißtannenknospen, junge Sämlinge der Rotbuche, die jungen Triebe von Vogelbeere, Berg- und Spitzahorn, aber auch von Eichen und Hainbuchen werden gerne abgeäst – zum Leid der Waldbesitzer. Denn starker Wildverbiss verzögert den Wuchs der jungen Pflanzen, verursacht Krüppelwuchs sowie Folgeschäden durch Fäule oder kann eine Pflanze absterben lassen. Gehen verbissgefährdete Baumarten verloren, führt dies zu einer Vegetationsverarmung, weil unempfindlichere Baumarten wie die Fichte und Kiefer übrigbleiben.

Fast das gesamte Revier von Arnold Rauland liegt im Bereich des Rotwildgebiet Nordschwarzwalds, dem größten der fünf Rotwildgebiete Baden-Württembergs.

Eingebettet in den Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord erstreckt sich das Rotwildgebiet über sieben Landkreise. Momentan wird für dieses Gebiet eine umfangreiche Konzeption unter Leitung der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg erstellt, bei der auch Rotwild mit Sendern versehen wird, um das Verhalten und Bewegungsmuster dieser größten Säugetierart Deutschlands eingehend studieren zu können.

Um ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild herzustellen oder zu erhalten, ist eine Regulierung der Schalenwildbestände erforderlich. Dennoch gehören Wald und Wild zusammen.

Was darf man aber darunter konkret verstehen?

Die Begründung standortsgemäßer Mischwälder durch Naturverjüngung oder Pflanzung darf durch Wildverbiss nicht in Frage gestellt werden. Die in einem bestimmten Gebiet vorkommenden Hauptbaumarten des Waldes sollen sich ohne Schutzmaßnahmen – wie beispielsweise Zäune – verjüngen lassen. Andrerseits soll sich das Wild aus der vorhandenen Äsungsgrundlage nachhaltig und gesund ernähren können und im Wald Rückzugsräume finden, um seinem natürlichen Verhalten gemäß leben zu können.

Dafür steht nicht nur das jagende Personal von ForstBW, sondern auch private Mitjäger und Pächter kleinerer staatlicher Jagdflächen. Alle tragen zur Erreichung der waldbaulichen Ziele von ForstBW bei.

Und wie sieht Arnold Rauland die Jagd? Was treibt ihn an, viele Stunden auf dem Hochsitz zu verbringen?

„Mein Herz brennt für die Weißtanne, die heimische Charakterbaumart des Schwarzwaldes. Da die künstliche Einbringung der nachkommenden Baumgeneration durch Pflanzung aufgrund der meist steinigen und felsigen Hanglagen nicht möglich ist, sind wir auf die natürliche Verjüngung angewiesen“, antwortet Arnold Rauland auf solche Fragen. „Durch die Jagd gestalte ich aktiv den Waldbau mit, in dem ich Verbiss an der angesamten Tanne niedrig halte und ihr damit aus der kritischen Startphase helfe“.

Das Thema Wald und Wild interessiert Sie?

Sie möchten wissen, was sich hinter der Rotwildkonzeption Nordschwarzwald verbirgt? Sind Forstwirtschaft und Wildtiermanagement auf gleicher Fläche nicht Gegensätze, die sich ausschließen? Besuchen Sie uns unter: www.forstbw.de. Dort finden Sie nicht nur Antworten auf obige Fragen und weitere Informationen rund um die Jagd und Forstwirtschaft, sondern auch Wildrezepte zum Nachkochen.

Revierleiter Arnold Rauland erreichen Sie unter: Tel: 0172 4892230; Mail: arnold.rauland(@)forstbw.de