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Aktuelles

Nach langer Geschichte Richtfest am Dorfgemeinschaftshaus

Hoch über den Dächern von Oberkollbach spricht Zimmermeister Timo Großmann den Richtspruch.
Bürgermeister Karlheinz Kistner begrüßte die Gäste
Als Bürger der Gemeinde bedankte sich Georg Burkhardt bei allen die an der Entstehung des Gebäudes beteiligt waren.
Bei strahlend blauem Himmel versammelten sich die Ehrengäste zum Richtspruch.
Ein großes DANKESCHÖN für die hervorragende Bewirtung den Helferinnen und Helfern des Vereins "Für uns" in Oberreichenbach e. V.
 

Von Steffi Stocker

Nach dem Spatenstich im September wird das Werk einer großen Gemeinschaftsaktion in Oberkollbach zunehmend sichtbar. Am Dienstagabend, 10.07.2018 wurde am entstehenden Dorfgemeinschaftshaus Richtfest gefeiert.

Wie bereits die Mehrzweckhalle in Würzbach ist auch dieses Gebäude ein Ergebnis neuer Beteiligungskultur durch die Bevölkerung, die seit zehn Jahren in Oberreichenbach gepflegt wird.

„Garant für diese große Gemeinschaftsleistung ist unser Gemeinderat, der den Mut hat, neue Wege zu gehen und die Verantwortung teilweise an die Bürger abzugeben“, stellte Bürgermeister Karlheinz Kistner fest.

Interessiert und erstaunt registriere er dabei, dass mit dem Budget umsichtig umgegangen werde. Ein Umstand, der das seinerzeit ausgegebene Ziel, zwei Gebäude zum Preis von einem zu errichten, Rechnung trage und Begegnungsraum in Würzbach und Oberkollbach ermögliche. Deshalb, so Kistner drücke das Dorfgemeinschaftshaus aus, was in ihm stecke. „Denn das ganze Dorf hat in einer großen Gemeinschaftsaktion sein Haus entwickelt“, würdigte er die gelebte Beteiligungskultur. Unmittelbar vor dem Richtfest hatte nämlich besagter Bauausschuss, bestehend aus Gemeinderäten und Bürgern über die Auswahl von Lampen, Bodenbelägen und den Standort der Küche beraten.

Indes liegen über 6000 Arbeitsstunden hinter den ausführenden Beteiligten wie Planer Frank Simon feststellte.

„In einer Zeit, in der sichtbare Kulturgüter aus den Dörfern verschwinden, entsteht in Oberkollbach Neues, in authentischer und ehrlicher Form“, konstatierte er. Dafür wurden 500 Kubikmeter Erde ausgehoben, 250 Kubikmeter Beton und 75 Kubikmeter Holz verbaut. „Der Schwarzwald ist entrindet in den Räumen präsent, da wir so nachhaltig wie möglich im Angesicht des Klimaschutzes und auf ressourcensparendem Weg bauen“, verwies Simon auf das verwendete Holz, das die Wald-Produktionsleistung eines Tages umfasse. Außerdem, so der Fachmann, werde damit der CO2-Gehalt in der Atmosphäre gesenkt, seien doch 60 Tonnen in dem verarbeiteten Holz gespeichert. Bekanntlich wandelt ein Baum das Klimagift in harmlosen Kohlenstoff um, den er selbst für sein Wachstum braucht, während der frei gewordene Sauerstoff wieder in die Umgebung entweicht.

Als Sprecher namens der Bürger von Oberkollbach erinnerte Georg Burkhardt an die lange Geschichte, die mit einer selbstorganisierten Gesprächsrunde die Wünsche und Gedanken formulierte.

„Anfangs war es nicht einfach, von der Vorstellung der Bürger zu überzeugen und mancher wollte schon nicht mehr glauben, dass das Projekt realisiert wird“, freute sich Burkhardt umso mehr, dass das Ansinnen mit dem jetzigen Konzept unterstützt werde. Mehr noch, in den Planungen wurde gleichzeitig ein möglicher Anbau für den Kindergarten berücksichtigt. Die Umsetzung eines Ortes der Begegnung für Jung und Alt, der gut zu erreichen ist sei eine einmalige Gelegenheit und für die Oberkollbacher Bevölkerung von großer Bedeutung.
Und das kam nicht zuletzt durch die Unterstützung der Vereine SV Oberkollbach, Würzbacher Bauerntheater und dem bewirtenden „für uns“ zum Ausdruck wie der Bürgermeister zur Gemeinschaftsleistung hervorhob.

Der Richtspruch von Zimmerermeister Timo Großmann rundete den markanten Meilenstein zur Entstehung des Dorfgemeinschaftshauses ab.

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